Donnerstag, 4. August 2016

Glücklich sein?

Wir leben in hektischen Zeiten. Jeden Tag gibt es immer mehr zu tun, immer mehr Termine, die To-Do-Liste wird länger. Ich habe das Gefühl, dass die Zeit in den letzten Jahrzehnten schneller geworden ist. Mehr Stress, mehr Hektik, mehr Termine. Das betrifft auch mich.
Angesichts dessen stelle ich mir die Frage, wie man in solchen Zeiten glücklich werden kann. Und ob man das überhaupt kann. Denn ich persönlich habe das Gefühl, dass ich es nicht kann. Weil ich innen drin, im Herzen, irgendwie einsam bin. Und ich weiß nicht, wie ich das ändern kann. Oder ob ich das überhaupt ändern muss.
Angeregt, über das Thema Glück nachzudenken, hat mich heute Abend das Musikvideo zu "Please tell Rosie" von Alle Farben. Die Frau im Musikvideo wirkt zunächst deprimiert, tut dann aber etwas, was sie und auch andere glücklich macht. Sie gibt Tanzstunden - eigentlich etwas ziemlich banales.
Doch gerade diese Banalität zeigt doch, wie einfach es gehen kann, glücklich zu werden. Und genau das frustriert mich - weil es mir trotz aller Banalität nicht gelingen will, glücklich zu sein.


Sonntag, 17. Juli 2016

Gedanken

Mir ist gerade aufgefallen, dass ich nicht sonderlich viel poste. Das ist soweit ja eigentlich nichts neues. Allerdings ist es so, dass wenn ich denn mal etwas poste, ich mich meistens tendentiell mies fühle und meinen Gefühlsmix aus Trauer, Wut und Perspektivlosigkeit auskotze. Eigentlich sollte ich mich wundern, dass angesichts dessen überhaupt jemand meinen Blog liest. Im Grunde erzähle ich ja nie etwas neues.
Um genau zu sein, schwirren die Gedanken bei mir aber auch eher wenn es mir nicht so gut geht oder ich etwas lese, höre oder sehe, was mich berührt. Ansonsten sind meine Gedanken "normal" oder "politisch".
Heute war eigentlich ein guter Tag, ich konnte mal abschalten und war mit meiner Familie in einem Tier- und Freizeitpark. Das war auch ganz nett.
Doch jetzt kommt wie immer mein aber. Als ich wieder zuhause war, habe ich wieder irgendwo etwas über Liebe gelesen, und nun ist alles so wie immer wenn ich blogge: Ich fühle mich nicht so gut. Mir kommen dazu drei Gedanken in den Sinn: Ich möchte so gerne lieben, leben und lachen. Aber irgendwie gelingt mir nichts von dem. Was ist falsch mit mir? Bin ich kaputt?

Sonntag, 26. Juni 2016

Zweifel

Nun sind endlich Ferien und eigentlich könnte ich mich freuen. Besonders weil Deutschland heute im EM-Achtelfinale 3:0 gewonnen hat. Aber wie man mich so kennt tue ich das nicht. Im Gegenteil. Bei mir kommen mal wieder meine Selbstzweifel hoch.
Irgendwie finde ich meine Person nicht sonderlich sympathisch. Ich arbeite wirklich hart an meinem Leben, trage viele kämpfe aus - doch irgendwie scheint sich nichts in die Richtung verändern zu wollen, wie ich es gerne hätte. Ich habe das Gefühl, mein Leben nicht unter Kontrolle zu haben, obwohl ich eigentlich relativ standsicher dastehe. Ich kann mein Leben eben nicht woanders hinlenken, stehe starr an einer Stelle.
Und dabei gibt es so vieles, was ich ändern möchte: Ich möchte zum einen etwas erreichen, Anerkennung ernten und irgendein Talent haben (weil ich bislang nichts sehe, in dem ich Talent haben könnte). Ich möchte mein Aussehen ändern, weil ich mich selber und meinen Körper nicht mag (auch wenn all diese Klugen Menschen von der Bravo oder die Psychologie Wissenschaftler behaupten, dass jeder seinen Körper nicht mag, daran glaube ich nicht). Ich möchte meine Ausstrahlung ändern, nicht der Streber Leon sondern ein Mensch sein, der auch mal gerne "abhängt" oder feiern geht. Mal etwas anderes erlebt als nur Sitzungen, Gitarrenstunden, Hausaufgaben oder Unterricht. Doch es gelingt mir schon seid Jahren nicht, diese Person zu werden. Und das macht mich total fertig.

Montag, 20. Juni 2016

Handy-Dilemma

Seid längerer Zeit schon habe ich mit meinem aktuellen Handy Ladeprobleme. Inzwischen lädt es gar nicht mehr und das hat mich dazu veranlasst, alte Handys raus zu kramen. Zugegebenermaßen bin ich nicht sehr geschickt was Handys oder Technik angeht. In 6 Jahren hatte ich 6 Handys und in etwas über 3 Jahren 2 Laptopreperaturen.
Ehrlich gesagt ist es schwierig, in der heutigen Zeit in meinem Alter ohne Handy auszukommen. Man ist nie informiert, alle fragen einen andauernd, wieso man keine Nachrichten beantwortet (okay, alle nicht aber einige) und man selber ist irgendwie eingeschränkt, was mich irgendwie verrückt macht. Ein neues Handy ist zur Zeit auch nicht drin, sodass ich keinen Plan hab, wie es weiter gehen soll.
Das ist im Moment eigentlich auch mein größtes Problem, weil ansonsten im Moment eigentlich alles rund läuft. Das Abschlusszelten hab ich in Gedanken gestrichen und meine Deprimiertheit tritt im Moment auch nicht auf, obwohl sich im Grunde genommen nichts verändert hat. Fast nichts, denn eine Sache ist neu dazugekommen. Doch gerade diese Sache wird durch das Handy-Dilemma schwierig. Deshalb bleibt es mein kleines Geheimnis.

Abschlussbälle

Vergangenen Samstag war ich auf dem Abschlussball meiner besten Freundin. Sie hatte mich eingeladen, und es war eigentlich auch ganz gut. Nur hat mich das zum grübeln über meinen Abiball im nächsten Jahr gebracht.
Im Grunde genommen (ja, diese Formulierung benutze ich gerne) ist meine Angst vor dem Ball bestätigt worden. Ich will nichts schlechtes über meine Freundin sagen, denn sie ist wirklich eine tolle beste Freundin, nur dass sie halt ziemlich viel auf ihrem Abschlussball am Tisch saß und nicht viel wirklich gefeiert hat. Und dass kann ich verstehen (an dieser Stelle möchte ich nicht weiter begründen, aus Respekt vor der Privatsphäre anderer). Es geht hier auch nicht um sie, sondern darum, dass ich Angst habe, meinen Abiball auch so zu verbringen. Das wird dann immer so in Errinnerung bleiben, mein Leben lang. Der Abiball wird dann kein besonderes Erlebnis, sondern eine Errinnerung, die man verdrängen will. Und davor fürchte ich mich.
Nun könnte man sagen, es liegt ja in meiner Hand, was ich auf meinem Abiball mache, ob ich tanze, ob ich feiere, ob ich am Tisch sitze. Aber ganz so einfach ist es nicht. Denn ich habe Probleme, mit den Menschen umzugehen, die an meiner Schule, in meinem Umfeld, in meinem Alter sind. Ich habe immer Angst davor, etwas falsch zu machen. Gerade das ist auch das Problem mit dem Abschlusszelten.

Donnerstag, 9. Juni 2016

Ein voller Kopf

Heute war bei uns in der Schule der sog. "Abi-Scherz". Dabei feiern die Abiturienten ihr Abitur und spritzen mit Wasserpistolen, während sie am Vortag die Schule verbarrikadiert haben. Den Abschluss bildet eine Show, sodass ab ca. der dritten Stunde kein Unterricht mehr stattfindet. Nun hat mich dieser "Abischerz" zum Nachdenken bewegt, schließlich bin ich im nächsten Jahr auch schon mit dem Abi dran.
Ich habe darüber nachgedacht, und das ist eigentlich nicht neu, was bleibt, wenn die Schule abgeschlossen ist. Wie ich auf meine Schulzeit zurückblicken werde, wie ich errinnern werde, dass ich kaum was zu errinnern habe.
Ein weiteres Problem ist das sog. "Abschlusszelten". Dabei ist es so eine Art Fest am Strand, bei dem die Zehntklässler ihren theoretisch erlangten erweiterten Realschulabschluss feiern. Letztes Jahr war ich dort, und ich muss sagen, dass es einer der wenigen Momente der Schulzeit war, an den ich mich gerne zurückerrinnere. Auch wenn einiges blöd gelaufen war (ich hatte z.B. mein Handy verloren), habe ich mich einmal als Teil des großen ganzen gefühlt.
Nun sind beim Abschlusszelten nicht nur die Zehntklässler, sondern auch Elftklässler oder Neuntklässler. Auch ich würde gerne dorthin gehen, doch mein Problem ist, dass ich mich nicht so fühle, als wäre ich dort erwünscht. Schließlich fanden es die anderen schon letztes Mal so komisch, dass ich dort erschienen bin.
Dazu kann ich nur sagen: Die anderen sehen mich als Streber, der gar nicht dazugehören WILL. Doch gerade da liegen sie falsch. Ja, ich bin ein Streber, aber nein, ich will dazugehören. Und zwar mehr als alles andere.
Es ist nicht so, dass ich ausgeschlossen würde. Nein, man geht mit mir in meinem Jahrgang völlig normal um. Und das war ehrlich gesagt vor einigen Jahren noch anders. Dafür, dass es jetzt so ist wie es ist bin ich auch dankbar. Aber die Leute aus meinem Jahrgang haben untereinander Freundschaften und Bekanntschaften geknüpft, über Jahre hinweg. So sind sie alle miteinander tief verwurzelt vernetzt, während ich diese Vernetzung nicht habe. Und auch sonst kenne ich wenig gleichaltrige.
Und zur Streber-Sache: Gerade weil ich eine merkwürdige Biografie habe (also bis heute gesehen), will ich Leistung zeigen. Ich will mir selbst und allen anderen Beweisen, dass das alles nicht umsonst war. Egal ob dem Schulleiter, Lehrern und Eltern, die damals gegen mich gewittert haben, anderen gleichaltrigen, dir mich für verrückt halten oder mir selbst. Ich will unter die besten drei meines Jahrgangs kommen, was mich zusätzlich fertig macht. Denn die besten drei werden genannt und ihnen wird gratuliert, wenn denn die Abiturientenverabschiedung stattfindet. Ich will Anerkennung, und das ist auch nichts neues.
So, nun habe ich so ziemlich alles niedergeschrieben, was gerade in meinem Kopf rumschwirrte. Und ich weiß immer noch nicht, wie ich mich bezüglich des Abschlusszeltens verhalten soll. Einfach vergessen, einfach in Arbeit stürzen, um nicht nachzudenken. Denn wenn ich nachdenke, dann komm ich zum Selbstmitleid. Und das bringt niemanden weiter.


Samstag, 28. Mai 2016

Ein optimaler Tag für Freude

Der heutige Tag hat ziemlich schlecht angefangen. Hetze von einer Sache zur nächsten. Doch dann kam heute Nachmittag. Nichts. Und dass, obwohl das Wetter von Regnerisch zu Sonnig gewechselt ist. Obwohl die Sonne strahlend scheint.
Anstatt am Strand zu sein, oder irgendwo draußen, sitze ich hier. Mit abgedunkelter Jalousie vor einem leuchtenden Bildschirm. Und schreibe sinnlose Texte. Und weiß nicht, warum.
Gerade in solchen Momenten, in Momenten, die andere genießen, tut sich eine Wunde auf. Ich könnte nach draußen gehen, würde aber, in der Hoffnung, dass es dieses Mal anders wäre, am Ende wieder resigniert von einem einsamen Strandspaziergang nach Hause kommen. Und das deprimierter als zuvor, weil man beim Spaziergang spielende Kinder, glückliche Jugendgruppen und verliebte Paare gesehen hat.
Dabei könnte der heutige Tag eigentlich wirklich schön sein. Ich hab heute vieles erledigt und hätte etwas Spaß verdient. Aber Spaß und Einsamkeit sind komplementär. Dabei wäre heute doch ein optimaler Tag für Spaß und Freude.
Manchmal frage ich mich, wen mein gemecker überhaupt interessiert und warum jemand meinen Blog überhaupt liest (falls das überhaupt noch jemand tut). Ich versuche hier einfach nur, irgendwie den Brei in meinem Kopf zu ordnen, was aber irgendwie trotzdem nicht so recht funktioniert. Was soll´s... Ich gehe dann mal an den Strand, auch wenn ich weiß, dass es dadurch nicht besser wird.

Donnerstag, 26. Mai 2016

Was ist mein Weg?

Es gibt Menschen, die glauben, dass nichts ohne Grund geschieht und jeder Mensch auf dieser Erde eine Aufgabe erfüllt. Dieser Ansicht bin ich gewissermaßen auch.
Angela Merkel ist geboren worden, um Deutschland in den aktuellen Tagen zu regieren, Michael Jackson wurde zum King of Pop geboren, Prinz William soll irgendwann einmal den britischen Thron übernehmen. Und so glaube ich, dass jeder seine eigene Aufgabe in der Welt hat, mit seinen eigenen Talenten und seinem eigenen können. Selbst wenn man nicht auf der großen Weltbühne steht, selbst wenn man nur dazu da ist, einen einzigen Menschen glücklich zu machen (zum Beispiel wenn man liebt).
Es gibt aber eine Sache, die mich an dieser Theorie zweifeln lässt, nämlich die Frage danach, was eigentlich meine Aufgabe, mein Talent, mein Weg ist. Und ich bin fest davon überzeugt, dass es auch andere Menschen gibt, denen es ähnlich geht. Aber das macht es nicht besser.
Man stellt sich immer die Frage, was man selbst eigentlich besonders gut kann. Klar spiele ich zum Beispiel Gitarre oder mache Karate. Aber nichts von alle dem kann ich besonders gut. Und von Liebe kann bei mir auch nicht die Rede sein.
Wozu existiere ich also? Es ist als gäbe es mich einfach so - und niemand würde mich wirklich brauchen. Nicht einmal meine Freunde, von denen es im übrigen auch nicht viele gibt. Und dieses Gefühl der Nutzlosigkeit ist einfach nur erdrückend und kommt immer wieder hoch. Wohl auch ein Grund, warum ich auf diesem Blog immer nur etwas zu meckern habe. Doch es ändert nichts. Leider.

Freitag, 13. Mai 2016

Glück statt Pech

Heute habe ich ausnahmsweise nichts zu meckern. Zwar gibt es genug Dinge, die mich weiterhin belasten, aber trotzdem habe ich heute den ganzen tag gute Laune. Ich bin Sonntag von einem wundervollen Jugendmediencamp gekommen. Meine letzte Klausur für dieses Schuljahr liegt hinter mir, das Wetter ist toll, ich hab die nächsten Tage frei und schreibe gerade mit total vielen Leuten. Ich höre gerade Musik und bin gerade dazu gekommen, mal wieder einen Blogeintrag zu verfassen :) Witzig, da heute doch Freitag der 13. ist... Euch allen Frohe Pfingsten!

Sonntag, 24. April 2016

Ein Leben voller Hektik

Ich habe mich entschlossen, diesen Blog weiterzuführen - soweit ich es zumindest kann. Denn im Moment ist mein Leben eines voller Termine. Im Grunde genommen bin ich ganz froh darüber, weil mir so nur noch wenig Zeit bleibt, in eine depressive Stimmung zu verfallen. Andererseits ist es so, dass ich kaum noch Luft zum Atmen habe. Politik frisst Zeit.
Meine Probleme bestehen im Grunde weiterhin. Ich hab wenig mit gleichaltrigen zu tun. Aber das ist nicht das Hauptproblem. Das Hauptproblem ist, dass ich Angst davor habe, dass ich später auf meine Schulzeit zurückblicke und nichts anderes sagen kann als "Wie schön, dass sie vorbei ist". Ich habe mich mit dem Gedanken angefreundet, dass nach der Schulzeit alles besser wird. So möchte ich, dass sie möglichst schnell vorbeigeht - und andererseits auch nicht. Abschlussball, 18. Geburtstag und vieles mehr - das alles ist nicht nachholbar. Das macht mir Angst.
Und dann gibt es noch etwas anderes: Ich bereue viele Dinge meines Lebens. Insgesamt versuche ich mich deshalb zu verkriechen - in Lernen, politischer Arbeit und was sonst noch zu erledigen ist. Ich suche nach Anerkennung.