Montag, 20. Juni 2016

Abschlussbälle

Vergangenen Samstag war ich auf dem Abschlussball meiner besten Freundin. Sie hatte mich eingeladen, und es war eigentlich auch ganz gut. Nur hat mich das zum grübeln über meinen Abiball im nächsten Jahr gebracht.
Im Grunde genommen (ja, diese Formulierung benutze ich gerne) ist meine Angst vor dem Ball bestätigt worden. Ich will nichts schlechtes über meine Freundin sagen, denn sie ist wirklich eine tolle beste Freundin, nur dass sie halt ziemlich viel auf ihrem Abschlussball am Tisch saß und nicht viel wirklich gefeiert hat. Und dass kann ich verstehen (an dieser Stelle möchte ich nicht weiter begründen, aus Respekt vor der Privatsphäre anderer). Es geht hier auch nicht um sie, sondern darum, dass ich Angst habe, meinen Abiball auch so zu verbringen. Das wird dann immer so in Errinnerung bleiben, mein Leben lang. Der Abiball wird dann kein besonderes Erlebnis, sondern eine Errinnerung, die man verdrängen will. Und davor fürchte ich mich.
Nun könnte man sagen, es liegt ja in meiner Hand, was ich auf meinem Abiball mache, ob ich tanze, ob ich feiere, ob ich am Tisch sitze. Aber ganz so einfach ist es nicht. Denn ich habe Probleme, mit den Menschen umzugehen, die an meiner Schule, in meinem Umfeld, in meinem Alter sind. Ich habe immer Angst davor, etwas falsch zu machen. Gerade das ist auch das Problem mit dem Abschlusszelten.

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