Spaziergänge bieten einem viel Zeit und Raum zum Nachdenken und regen die grauen Hirnzellen durch die frische Luft stark an. So war es auch bei mir, als ich heute die Sonntagszeitung ausgetragen habe. Ich habe viel nachgedacht, und dabei viele Zeitungen ausgetragen, und mir sind Interessante Ideen und Schlüsse sowie neue Erkenntnisse gekommen.
Wenn ich hier so blogge, dann geht es mir meistens nicht wirklich gut und ich weiß nicht wohin damit. Natürlich habe ich einige Freunde, mit denen ich Reden kann, aber bei manchen Dingen habe ich das Gefühl, dass es mich mehr befreit, sie aufzuschreiben (auch wenn Schreiben und vor allem regelmäßige Postings nicht unbedingt meine Stärke sind). Dadurch, dass ich immer nur dann etwas schreibe, wenn es mir eher nicht so gut geht, entsteht ein tristes und nicht vollständiges Bild. Das ist natürlich nicht richtig - ich erlebe auch genug schöne Dinge.
In der Vergangenheit hatte ich immer treue Freunde, die auch heute noch bei mir sind. Das waren nicht viele, aber bekanntlich schlägt Qualität Quantität. Ohne sie wäre ich vermutlich heute nicht der Mensch, der ich bin, und ohne sie hätte ich vermutlich nie die nötige Geduld aufgebracht, um heute dort zu sein, wo ich bin. Ich denke, dass das in diesem Blog nicht rübergekommen ist. Und ich denke auch, dass Freundschaft ein kostbarer Wert ist.
Aber beim Austragen der Zeitungen sind mir noch mehr Gedanken gekommen. Ich habe gestern über Anerkennung geschrieben, und dass ich von äußerer Anerkennung in gewissermaßen Abhängig bin. Ich habe auch rüberbringen wollen, dass Politik ein schwieriges Terrain ist. Es ist wie ein riesiges Schachspiel, in dem es Schachfiguren gibt, die herumgeschleudert werden, und in dem es die Schachspieler gibt, die sich einen Spaß daraus machen, die Schachfiguren gegeneinander auszuspielen. Mir ist klar geworden, dass ich in dem Moment, in dem ich durch eine Rede vor einer Versammlung von Parteimitgliedern aus dem ganzen Bundesland gehalten habe, zur Schachfigur geworden bin, die es zu bewegen galt, und dass die Schachspieler ohne Rücksicht auf Verluste spielen. Tatsache ist aber, dass niemand so mit sich umspringen lassen muss und dass ich genau aus der gestrigen Niederlage, die ein Resultat eines solchen Schachspiels war, selbst zum Schachspieler aufsteigen kann, um das lästige System von Schachfiguren und Schachspielern ein für alle Mal zu beenden. Ich habe soviele Ideen gesammelt, die mir alle durch den Kopf geschossen sind, und ich glaube inzwischen, die ganzen Weisheiten zu verstehen, die es alle so gibt. "Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limonade draus" oder "Hinfallen, Aufstehen, Krone richten, weitergehen" sind solche Weisheiten, die ich zu verstanden haben glaube, zumindest für diese Geschichte. Auch wenn ich total fertig vom Austragen bin, bin ich gerade voller Zuversicht und Freude.
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