Nach einer Woche Pause (hatte kein Internet) bin ich wieder da. Es war eine laaange Woche voller Pech, Streitigkeiten und voller Versuche, einen Neuanfang hinzubekommen. Und eine Woche voller Selbstfindung. Wisst ihr, ich habe verstanden, dass allein ICH für meine "soziale Isolation" in der Schule und eigentlich auch generell in dieser Stadt verantwortlich bin; das heißt im Umkehrschluss, das allein ICH etwas daran ändern kann. Und ich WILL es ändern, als WERDE ich es ändern. Ich muss mich nur trauen, mutiger werden. Ihr fragt euch wahrscheinlich gerade, warum ich nicht mutig bin. Und hier wird es Zeit, euch meine Lebensgeschichte zu offenbaren:
Ich wurde 1999 geboren. Meine Kindheit war unbeschwert und schön. Allerdings bemerkten meine Erzieherinnen im Kindergarten, das ich Verhaltensauffällig war. Immer, wenn mir etwas nicht passte oder mich jemand ärgerte, schlug ich oder kratzte. Ich musste mich dann immer für 20 Minuten auf "den Stuhl" setzen und durfte nichts tun. Die Hölle. Ich war dann immer hibbelig.
Als ich dann in die Schule kam gab es deshalb oft Probleme: Ein Test bei der AWO, Untersuchungen beim Kinderarzt und vieles mehr ergaben die Diagnose "ADHS". Zu Erläuterung: ADHS bedeutet " A ufmerksamkeits D efizits S yndrom mit H yperaktivität". Wer mehr wissen will besucht Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivit%C3%A4tsst%C3%B6rung :) Auf jeden Fall gab es ständig Probleme, trotzdem war ich gut in der Schule. Neider, also Menschen, die mich darum beneideten, konnten das nicht ab und versuchten, mich ständig zu Provozieren. Deshalb konnte ich auch nicht mit auf die Klassenfahrt in der 3. Klasse (lange Geschichte).
In der 6. Klasse dann (beginnend ab der 5. Klasse auf der neuen Schule) begann der Ausschluss aus der Klasse, weil ich anders war und immer noch bin. Das Mobbing von einzelnen mir gegenüber machte es schlimmer, aus Verzweiflung behauptete ich, ich würde mich umbringen wollen. Die Schule deutete das natürlich (wie auch sonst) als Amoklaufdrohung und ich wurde für eine Schulwoche suspendiert. In dieser Zeit wurde ich ständig Opfer irgendwelcher Attacken, z.B. gefälschter Facebook-Accounts (die es immer noch gibt). Andere, besonders fiese Menschen, spuckten mich an und beleidigten mich, verfolgten mich, schmissen mir Sachen aus den Händen. ärgerten mich (Wir waren damals deshalb auch bei der Polizei). Außerdem brachte eine Aktion aus Wut in meiner Siedlung, wovon alle dort was mitbekamen, mir die Isolation in der Siedlung.
Das alles änderte sich Anfang der siebten Klasse nach einem "Sozialtraining" in Lastrup. Allerdings kannte mich ab einer dummen Aktion von mir ohne Medikamente (ja, ich nehme verschriebene Medikamente gegen ADHS), als ich auf Knien durch die halbe Schule lief und mich zum Gespött unserer Stadt machte, mehr als ich es schon durch die Siedlungsaktion und durch die sechste Klasse war. Seid dem kennt mich jeder hier (im negativen Sinne). "Normales" Leben ist also hier unmöglich. Bei allem was ich tue wird auf mich geschaut, besonders, wenn ich "ausraste", was allerdings immer seltener vorkommt.
Jetzt, wo ihr meine komplette Lebensgeschichte in Kurzfassung kennt, könnt ihr vielleicht meine Gedanken besser nachvollziehen. Umso mehr wünsche ich mir einen Neuanfang.
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